Reformations-jubiläum

Planungen zur "Langen Nacht der Reformation"

Zu einem Reformationsfest in der Gifhorner Altstadt lädt am 15. September diesen Jahres der Kirchenkreis Gifhorn ein. Die Vorbereitungen sind so weit fortgeschritten, dass die Programmpunkte einen bunten Blumenstrauß versprechen. Von 19 bis 24 Uhr werden zwischen der St. Nicolai-Kirche und dem Schloss kulturelle, musikalische, besinnliche und kreative Veranstaltungen rund um das Thema „Reformation“ angeboten.

Im Rathaussaal wird es eine Kabarettvorstellung geben, in der Nicolai-Kirche den ganzen Abend ein vielfältiges Konzertprogramm. Im Schlossmuseum Führungen durch die Sonderausstellung zum Lutherjahr, Filme über den Reformator und Lesungen. Man kann sich mit historischen Kostümen verkleiden oder kalligrafisch sein liebstes Lutherwort gestalten. In der Schlosskapelle werden Psalmenworte gelesen und in den späten Abendstunden meditative Momente inszeniert. Auf dem Gifhorner Marktplatz können die Besucher Thesen zu unserer Zeit digital in großen Lettern an die Kirchenmauern schreiben. Die Veranstaltungen sind so getaktet, dass man zwischen den Angeboten wechseln und im Verlauf des Abends viel erleben kann.

Der Weg zwischen Altstadt und Schloss wird stimmungsvoll gestaltet sein. Ein Ort, sich zu begegnen, stehen zu bleiben oder kulinarische Angebote zu genießen. Superintendentin Sylvia Pfannschmidt ist dankbar, dass die Stadt Gifhorn und die Museen des Landkreises während des Reformationsjahres und zu diesem erstmalig stattfindenden Fest mit dem Kirchenkreis kooperieren: „Wir sind Kirche mitten in der Stadt und wollen das im September feiern.“ Gegen 24 Uhr wird es einen stimmungsvollen Abschluss in der Nicolai-Kirche geben.

Veranstaltungen zur Reformation in Hillerse und Didderse

Im August und September findet ein Gottesdienst und ein Konzert in Hillerse statt. Am Reformationstag, 31. Oktober, lädt die Gemeinde zu einem Reformationsgottesdienst ein.

 

Ökumenischer Versöhnungsgottesdienst

Das Gedenken an den Reformator Martin Luther ist noch nie so bewusst im ökumenischen Geist begangen worden, wie 2017. Das sagte Landesbischof Ralf Meister in seinem Vortrag vor einigen Wochen in der St. Nicolai-Kirche in Gifhorn. Besonders deutlich wurde das in einem ökumenischen Versöhnungsgottesdienst, der deutschlandweit am Wochenende gefeiert wurde.

"Healing of memories" - unter diesem Gedanken stand der große, zentrale Gottesdienst in Hildesheim, dessen Liturgie Superintendentin Sylvia Pfannschmidt und Pastoralreferent Martin Wrasmann für den Gottesdienst in St. Nicolai übernommen haben. Das Schuldbekenntnis, die Psalmen und Bitten bekamen einen lebensnahen Hintergrund, als persönliche Erfahrungen erzählt wurden. Das Ehepaar Schäfer, die eine konfessionsverbindende Ehe führen, erzählten aus ihrem Leben. Sylvia Pfannschmidt und Martin Wrasmann erinnerten persönliche Erlebnisse, in denen sie die jeweils andere Konfession als verletzend erlebt haben. Aber auch, was sie an der anderen Christengemeinschaft positiv erleben. Und schließlich brachten sie zum Ausdruck, was sie gemeinsam für die Zukunft hoffen.

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Posaunenchor, der Familie Babans mit Violine und Klavier und der Flötengruppe unter Leitung von Frau Bruns.

Übersicht zu Veranstaltungen

Foto: Ulla Evers, Schlossmuseum Gifhorn

Dank an alle Kirchengemeinden, die ihre bisherigen Veranstaltungsvorschläge zugesandt haben. Zum Ende des Jahres 2016 finden Sie eine aktuelle Übersicht der Veranstaltungen zum Reformationsjahr hier!

Ende Januar werden wir eine komplette Übersicht als Broschüre vorstellen!

Superintendentin Sylvia Pfannschmidt pflanzt Luthereiche

Foto: Ulla Evers

Mit einem Gottesdienst der Region Okeraue begann am Reformationstag in Adenbüttel mit Superintendentin Sylvia Pfannschmidt das Reformationsjahr im Kirchenkreis Gifhorn. Im Anschluss pflanzte sie vor der Kirche eine Luthereiche.

Die Kirche in Adenbüttel ist ein besonderer Ort, denn sie ist eine der ersten drei Kirchengemeinden der hannoverschen Landeskirche, in der evangelisch gepredigt wurde. Schon 1524 stand Pastor Johann Schniete auf der Kanzel und hielt seine Predigt in deutscher Sprache. Superintendentin Pfannschmidt schlüpfte in ihrer Predigt in die Gedanken Martin Luthers. Was würde er uns sagen, wenn er uns heute treffen würde? Gestaltet wurde der Gottesdienst von Kindern und Erwachsenen der Adenbütteler Gemeinde.

Zur Pflanzung des kleinen Baumes, erzählte Sylvia Pfannschmidt die Legende der Luthereiche. Im hinteren Bereich der Kirche entstand ein kleiner „Lutherpfad“, der ebenfalls eingeweiht wurde.

1517 – 2017 = 500 Jahre Reformation

Mit dem Annageln der 95 Thesen am 31.10.1517 an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg durch Martin Luther setzte sich die Reformation in Deutschland durch.  Es war wie der Riss in einer Staumauer. Auf einmal begann der große Durchbruch. Was in Jahrhunderten vorher aufgestaut war, kam ins Fließen: die Kunst nahm die Natur und den Menschen wahr, mit dem Buchdruck verbreiteten sich Nachrichten und Bilder.


Und vor allem der einzelne Mensch wurde wichtig. Luthers Frage: „Wie bekomme ich einen gnädigen Gott?“ rückt das Individuum und seine persönliche Gottesbeziehung in den Mittelpunkt. – Der Mensch ist etwas wert: allein durch die Gnade Gottes und nicht durch die institutionellen Heilzusagen (Ablass) der katholischen Kirche.


Mit der Übersetzung der Bibel ins Deutsche konnte sich jeder Mensch eine eigene Meinung über Glaubensinhalte machen und war nicht mehr angewiesen auf die Auslegung durch die Pfaffen. – Vor allem der Stand der Bürger profitierte von diesen Entwicklungen. Städte und städtische Gemeinden wuchsen und wurden zu Orten der reformatorischen Bewegung und der Bildung.


Am größten Stand, dem der Bauern (ca. 90% im 16. Jahrhundert) ging diese Entwicklung aber vorbei. Die Bauernkriege, in deren Verlauf sich Luther auf die Seiten der Fürsten schlug, machten dem sozialen Aufbruch der untersten Schicht ein rasches Ende.


Dennoch, wir wären heute nicht die aufgeklärten Christen, die um die Bedeutung des Glaubens für sich ringen und suchen, die um den Zweifel wissen, der, wie Luther sagte, die andere Seite des Glaubens ist,
sich aber letztlich Gott anvertrauen, denn nicht unsere Werke machen uns vor Gott gerecht, sondern allein der Glaube.


Im Kirchenkreis Gifhorn gehen wir im Lutherjahr 2016/17 auf reformatorische Spurensuche, in den Kirchengemeinden, in den Regionen, zusammen mit Stadt und Landkreis. Hier finden Sie die aktuelle Übersicht der Veranstaltungen in der Stadt Gifhorn, der Region Okeraue und der Region Süd-Ost.


Suchen Sie mit und finden Sie die Bedeutung der Reformation für sich und im Alltag! Hier finden Sie den aktuellen Stand des Jahresprogramm.

 

 

Korrektur

Bitte beachten Sie folgende Korrektur des Flyers:
20.08.2017 Tischgespräche Luther, Adenbüttel um 17:00 Uhr
17.09.2017 Kinoabend Luther, Adenbüttel um 19:30 Uhr

Reformationsjubiläum

Superintendentin Sylvia Pfannschmidt

Tel.: 05371 9851-10 oder 05371 68 77 72

Steinweg 19
38518