Foto: Ulla Evers

Jahresbilanz und Spendenaufruf

14. Dezember 2021

Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft

Mehr Spenden in der Corona-Pandemie

Brot für die Welt hat im vergangenen Jahr 62.733,11 Euro Spenden im Kirchenkreis Gifhorn erhalten. Das evangelische Hilfswerk legt seine Jahresbilanz vor und dankt den vielen großzügigen Spendern. In dieser Summe sind alle Spenden und Kollekten aus der Region enthalten.

Bundesweit haben Spenderinnen und Spender die Arbeit des evangelischen Hilfswerks im vergangenen Jahr mit mehr als 76,8 Millionen Euro unterstützt. Das ist ein Plus von 12,4 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr (2019: 64,4 Mio. Euro).

In der Projektarbeit konnten im vergangenen Jahr 669 Projekte neu bewilligt werden, davon mit 240 die meisten auf dem afrikanischen Kontinent.

Spendenaufruf für vom Klimawandel Betroffene

63. Aktion Brot für die Welt 2021/2022

Der Anstieg des Meeresspiegels, die Ausbreitung von Wüsten, die Zerstörung der Regenwälder ‒ für viele globale Umwelt- und Klimaprobleme sind die reichen Industrienationen verantwortlich.
Darunter zu leiden haben jedoch vor allem die Armen in den Entwicklungsländern. Für sie bedeutet es häufig eine existenzielle Bedrohung.

In der Küstenregion von Bangladesch sind die Folgen des Klimawandels so heftig zu spüren wie in kaum einer anderen Gegend der Welt. Jedes Jahr treffen mehrere Wirbelstürme auf die Küste und erzeugen Flutwellen, die Böden und Grundwasser versalzen. Auf den Äckern gedeiht kaum noch etwas. Die Fischer können immer seltener sicher aufs Meer hinausfahren. Sie riskieren, in aufziehenden Stürmen ihren Fang oder sogar ihr Boot zu verlieren. Es mangelt an Wasser zum Trinken und zur Bewässerung der Felder, die Frauen verbringen mehrere Stunden am Tag damit, Wasser von den wenigen nutzbaren Brunnen zu holen.

Aklima Begums Familie zählt zu denjenigen, die am stärksten gefährdet sind. Ihre Hütte steht keine hundert Meter vom Meer entfernt. Seit Wirbelsturm Sidr im Herbst 2007 über sie hinweggefegt war, kämpfte die Familie Tag für Tag ums Überleben. Der Ozean hatte den Trawler und die Netze von Aklimas Mann geschluckt, sie hatten deshalb Kredite für ein neues Schiff und neue Fangleinen aufnehmen müssen. Doch im Jahr darauf riss ein weiterer Sturm beides fort. Seitdem arbeitete ihr Mann als Tagelöhner auf Baustellen in der nächstgelegenen Stadt. Was er abends nach Hause brachte, reichte jedoch kaum für drei Mahlzeiten am Tag, und erst recht nicht, um die Schulden zurückzuzahlen.

Das Leben der Familie änderte sich erst, als Aklima Begum begann, den Mitarbeitenden der Christian Commission for Development in Bangladesh (CCDB) zu vertrauen. Die Partnerorganisation von Brot und die Welt hilft den Menschen in der Küstenregion seit 2012, ihre Lebensweise an die veränderten Klimabedingungen anzupassen. Sie gaben ihr salzresistentes Saatgut, installierten vor ihrem Haus einen Wassertank mit einem Filter aus Sand und zeigten ihr, wie sie trotz des Salzes im Boden Gemüse anbauen kann, indem sie mit Würmern ihren eigenen Kompost herstellt, die Erde in Kisten und Säcke füllt und diese aufhängt oder auf Bänke stellt. Nun erntet sie in ihrem üppigen Hoch-Garten rund um ihr Haus fast jeden Tag Okra- und Chilischoten, Sonnenblumenkerne, Auberginen, Spinat, Linsen und Bohnen.

Seit zwei Jahren geht es Aklima Begum so gut, dass sie begonnen hat, ihrerseits die Leute in der Nachbarschaft zu unterstützen. Alle paar Monate versammelt sie sie vor ihrer Hütte und gibt weiter, was sie selbst gelernt hat. Heute erklärt sie ihnen, wie sie sich vor den Wirbelstürmen und den Flutwellen schützen können. Sie erklärt ihnen, wie wichtig es ist, rechtzeitig den Schutzraum aus Beton aufzusuchen, den CCDB gebaut hat. Dort werden nicht nur Lebensmittel und Wasser aufbewahrt, sondern auch Saatgut, denn damit lässt sich neues Gemüse ziehen, falls eine Flutwelle auch die Hochbeete zerstören sollte. Ihre Tochter ist auch unter den Zuhörenden, und Aklima betont: „Für eine sichere Zukunft brauchen wir vor allem Wissen, und auch die Mädchen müssen lernen.“

Brot für die Welt fördert solche Projekte, in denen die Ursachen des Klimawandels bekämpft und seine Folgen gemildert werden. Helfen auch Sie jetzt mit Ihrer Spende!

IBAN: DE10 1006 1006 0500 5005 00
BIC: GENODED1KDB
Bank für Kirche und Diakonie

Oder spenden Sie online: www.brot-fuer-die-welt.de/spende

Weitere Infos finden Sie unter
www.brot-fuer-die-welt.de/projekte/bangladesch-klimawandel