Foto: Ulla Evers

Kooperationsvertrag Abfallwirtschaftszentrum Ausbüttel (AWZ)

04. November 2021

Die gute Zusammenarbeit geht weiter zwischen Landkreis und Kirchenkreis Gifhorn/Jugendwerkstatt

Die Jugendwerkstatt Gifhorn betreibt seit 2002 im Auftrag des Landkreises Gifhorn den Wertstoffhof RePro in Ausbüttel. Entstanden ist das Recycling-Projekt (RePro) ursprünglich in den 1990er Jahren und wurde viele Jahre von dem Verein „Freundeskreis Jugendwerkstatt e.V.“ verantwortet.

Bisher konnten die Bürgerinnen und Bürger beim Wertstoffhof RePro diverse Wertstoffe wie Grüngut, Altholz, Pappe und anderes mehr abgeben.

Unzählige benachteiligte junge und ältere Menschen fanden in den vergangenen Jahren eine sinnvolle Beschäftigung bei RePro. Arbeitslose ohne berufliche Vorkenntnisse konnten sich schnell einarbeiten, erlangten durch einfache Tätigkeiten Anerkennung, erzielten kleine Erfolgserlebnisse und konnten auf den 1. Arbeitsmarkt vorbereitet werden. Wir haben in den Jahren verschiedene tagesstrukturfördernde und sozialpädagogische begleitete Maßnahmen für unterschiedliche Personengruppen durchgeführt: Geflüchtete, Langzeitarbeitslose, sozial benachteiligte junge Menschen, Schulpflichtverweigernde, Ableister/innen von Sozialstunden, Suchterkrankte, etc.

Diese Maßnahmen-Teilnehmer/innen haben maßgeblich dazu beigetragen, dass RePro eine geschätzte und zuverlässige Wertstoffannahmestelle im Landkreis Gifhorn geworden und geblieben ist.

So haben wir es auch als Anerkennung unserer Arbeit empfunden, dass der Kreistag 2015 nicht nur beschlossen hat, ein neues Abfallwirtschaftszentrum zu errichten, sondern auch die Kooperation mit der Jugendwerkstatt in Ausbüttel weiterzuführen.

Und heute ist es soweit. Kreisrätin Ute Spieler überreichte den neuen Kooperationsvertrag an Superintendentin Sylvia Pfannschmidt zur Unterschrift.

Antje Präger (Leiterin Fachbereich Umwelt) und Torsten Möllenbernd (Leiter AWZ) sowie Gerd Meyerdierks (Geschäftsführer Jugendwerkstatt) und Daniela Schilling (Einrichtungsleiterin) und die RePro-Mitarbeitenden waren seit 2015 aktiv an den Planungs- und Entwicklungsprozessen beteiligt.

„Die erfolgreiche Kooperation zwischen Landkreis und Kirchenkreis soll zum Wohle der auf dem Wertstoffhof beschäftigten sozial benachteiligten Menschen fortgesetzt werden.“ So steht es in der Präambel des Kooperationsvertrages.

Die niedrigschwelligen Beschäftigungsmöglichkeiten bleiben erhalten. Die Jugendwerkstatt kann ihrem diakonischen Auftrag weiter – und sogar unter verbesserten Bedingungen - nachgehen. Im 1. Quartal 2022 soll der komplette Neubau des Abfallwirtschaftszentrums auf dem Gelände in Ausbüttel abgeschlossen sein und bietet damit noch mehr Einsatz- und Qualifizierungsmöglichkeiten. Zukünftig können dann weitere Abfälle und Wertstoffe angenommen werden; z.B.: alle Gruppen von Elektrogeräten (dann auch Fernseher, Monitore und Kühlschränke), Schadstoffe (wie Farben, Lacke, Pestizide), Bauschutt und Sperrmüll.

Auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit zwischen Landkreis & Kirchenkreis / Jugendwerkstatt!

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Bild: JWG