Aktionstag der Jugendhilfe in Niedersachsen

19. März 2019

Jugendberufshilfe kämpft für ihre Zukunft

Es geht um den Erhalt der Jugendberufshilfe in Niedersachsen und damit auch um die Zukunft der Jugendwerkstatt Gifhorn. Wenn am Ende der Förderperdiode 2020 EU-Fördergelder unter Umständen wegfallen, dann droht  der Jugendberufshilfe in Niedersachsen ein scharfer Einschnitt. Ekaterini Papachristou hat mit Schülerinnen und Schülern in der Fußgängerzone in Gifhorn auf dieses Problem aufmerksam gemacht.

Ein von der Klasse selber aufgearbeitetes Fahrrad war mit Karten behängt, auf dem die vielfältigen Unterstützungsangebote der Jugendberufshilfe aufgeschrieben waren. In der Jugendberufshilfe bereiten sich junge Menschen zwischen 17 und 27 Jahren auf eine Ausbildung vor. Gemeinsam ist allen, dass sie Hemmnisse haben, die es ihnen schwer macht, auf dem ersten Arbeitsmarkt ihren Platz zu finden. Da ist die Unterstützung in psychosozialen Problemen genau so wichtig, wie die Begleitung der Berufsfindung, Kompetenzerfassung und dem Bewerbungstraining. Ohne diese Hilfe landen die jungen Menschen längerfristig in der Arbeitslosigkeit.

Weitere Fördergelder kommen in der Jugendberufshilfe vom Land Niedersachsen und dem Jobcenter. Dazu gibt es eigene Fördermöglichkeiten des Trägers. In der Jugendwerkstatt Gifhorn ist das die Landeskirche Hannovers. Silke Klinge vom Jobcenter Gifhorn lobte während der Aktion das Engagement der Mitarbeitenden in der Jugendwerkstatt: "Der Erfolg ihrer Arbeit ist sichtbar. Mehr als 50% der jungen Leute haben nach Abschluss eine berufliche Perspektive." Daniela Schilling, Leiterin der Jugendwerkstatt, erklärte, es gehe bei den benachteiligten Jugendlichen perspektivisch um eine Teilhabe an unserer Gesellschaft.

Zwei junge TeilnehmerInnen der Maßnahme gingen während der Aktion selber auf Passanten zu und erklärten ihnen ihre Situation und die der Jugendberufshilfe in Niedersachsen.