Eindrücke: Visitation des Kirchenkreises Gifhorn

Nachricht Gifhorn, 25. Februar 2019

Landessuperintendent besucht die ACK

Landessuperintendent Dieter Rathing besuchte im Rahmen seiner Visitation die ACK in Gifhorn. ACK bedeutet "Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen", ein ökumenischer Austausch zwischen Vertreterinnen und Vertreter christlicher  Kirchen. In Gifhorn ist die ACK zurzeit lediglich auf dem Papier vorhanden. Gelebter Austausch ist es nicht, so machte es die Runde deutlich. Aber der Wille, mehr voneinander zu wissen und einander zu verstehen war ein deutliches Zeichen an diesem Abend.

Vor Ort, so erzählte man sich einige Beispiele, funktioniere die ökumenische Zusammenarbeit oftmals sehr gut. Das liege an gemeinsamen Anlässen wie Einschulungsgottesdiensten, gemeinsame Sylvestergottesdienste oder der gegenseitige Besuch bei der Einführung von Pastoren. Ökumenische Zusammenarbeit habe viel mit den konkreten Personen zu tun, die in den Gemeinden arbeiten. Das kann nicht verordnet werden, sondern sei eine Haltung des Respektes und gleichzeitig der Verbundenheit im Sinne Jesu.

Schließlich wurde konkret angeregt, regelmäßig in Gottesdiensten für die anderen Gemeinden zu beten oder gemeinsam die Anliegen der Menschen im Landkreis Gifhorn vor Gott zu tragen. 

An diesem Abend waren die Brüdergemeinde, die Freie Christliche Gemeinschafft, die Evangelische Gemeinschaft, die Evangelische Freie Gemeinde Wasbüttel, die Baptisten aus Neudorf-Platendorf und natürlich die Vertreterinnen des Kirchenkreises Gifhorn anwesend.

12. Februar 2019

 

 

Dieter Rathing besucht die Kirchenkreiskonferenz

Am Mittwoch war der Landessuperintendent zu Gast in der Kirchenkreiskonferenz, der Konferenz aller Hauptamtlichen der Gemeinden und Einrichtungen. Die Konferenz hatte die Möglichkeit, in Abwesenheit von Superintendentin Sylvia Pfannschmidt, über die Zusammenarbeit mit ihr zu berichten. 

Anschließend arbeitete die Kirchenkreiskonferenz mit Philipp Elhaus, vom Haus der Kirchlichen Dienste in Hannover, zum Thema "Mission".

13. Februar 2019

Besuch im Cardenap

Der Cardenap mit seinen beiden Einrichtungen, dem Kaufhaus Aller und dem Café Aller, hat sich zu einem Ort mit sozialem Profil entwickelt. Im Kaufhaus können sich Menschen, die einen geringen Verdienst haben, günstig Dinge des alltäglichen Lebens einkaufen. Aber auch Schnäppchenjäger und Liebhaber gebrauchter Sachen können hier wunderbare Fundstücke ergattern. Ein Ort für Begegnungen von Menschen unterschiedlicher Milieus in Gifhorn.

Das zeichnet auch das Café Aller mit dem Weltladen direkt neben an aus. Geflüchtete haben hier einen Treffpunkt und finden ein offenes Ohr. Der Einkauf im Weltladen bedeutet, wenigstens punktuell, Fluchtursachen zu verringern. Das wurde Landessuperintendent Dieter Rathing gezeigt und erklärt. Herr Hallmann, Mitglied in der Gesellschafterversammlung des Kaufhauses Aller, begrüßte Rathing und erzählte von dem seit acht Jahren andauernden Erfolg das Ladens.

Im Nachbarhaus, dem Café Aller, begrüßte der Sozialarbeiter Tobias Zemke und die ehrenamtlich leitende Ute Beyer den Regionalbischof. Hier wurde deutlich auf den Tisch gebracht, dass die Ausländerpolitik des Landkreises zurzeit den Ehrenamtlichen zu schaffen macht. "Wir haben Geflüchtete unterstützt und sie können Deutsch und haben einen Arbeitsplatz. Aber der Landkreis verbietet ihnen, wenn sie unter das Dublin-Abkommen fallen, in Deutschland zu arbeiten", erläutert Ute Beyer. Das mache sie wütend. Die vielen ehrenamtlich engagierten Menschen in Gifhorn haben den Eindruck, dass  dadurch ihre Arbeit mit Füßen getreten wird. Das Arbeitsverbot für Geflüchtete, die unter die Dublin-Regelung fallen, sei eine Kann-Regelung, kein Gesetz, das eingehalten werden muss. Da sei der Landkreis Gifhorn sehr rigoros und ermögliche den Menschen nicht, sich seelisch, körperlich und wirtschaftlich wieder aufrichten zu können, so Sozialarbeiter Tobias Zemke.

Landessuperintendent Dieter Rathing wird in der kommenden Woche ein Gespräch mit Landrat Ebel haben. Da wurde ihm ans Herz gelegt, dieses Thema anzusprechen.

13. Februar 2019