Kirchenkreistag Sitzung am 14.11.2018

14. November 2018

Der letzte Kirchenkreistag des Kirchenkreises Gifhorn in der zu Ende gehenden Legislaturperiode beginnt mit einer Andacht, in der Frau Superintendentin Pfannschmidt die Mitglieder verabschieden wird. Sie dankt allen für die Mitarbeit in den letzten 6 Jahren und überreicht allen eine Rose und ein Büchlein zum Jahr der Freiräume als Dankeschön. In ihrem Bericht von der Arbeit des Kirchenkreisvorstandes betont sie schwerpunktmäßig das Vorhaben, sich für die Herausforderungen der Zukunft aufzustellen. 

Der Jahresabschluss 2017 wird mit einem Überschuss enden. Grund ist, dass Zuwendungen für Pastorenstellen fließen, auch wenn die Stellen nicht besetzt sind. Der Kirchenkreis Gifhorn spürt, dass es immer schwieriger wird, Vakanzen möglichst kurz zu halten. Dadurch entsteht eine besondere Situation: Auf der einen Seite belastet der Theologenmangel das vorhandene Personal mit Mehrarbeit, auf der anderen Seite kann der Kirchenkreis durch Zuwendungen in Vakanzzeiten Reserven anlegen. Eine besondere Ambivalenz, mit dem der Finanzausschuss des Kirchenkreistags wohl überlegt umgehen muss. Bisher beschlossen ist, dass ein Teil der Überschüsse für Baumaßnahmen zurückgelegt wird, ein anderer Teil den Gemeinden zugutekommt. 

 

Der Blick auf den Haushalt 2019/2020 hat ebenfalls Personalkosten im Blick. Es werden in diesen Haushaltsjahren die seinerzeit beschlossenen Pflichtrückstellungen nicht in voller Höhe erwirtschaftet werden können, weil Angestellte im kirchlichen Dienst wie Sozialpädagogen oder Diakone eine Tarifumstellung bekommen haben, die von Geldern des Kirchenkreises gedeckt werden müssen. Gleichzeitig erwartet der Kirchenkreis weitere Vakanzen von Pastorenstellen, die einen Geldfluss bewirken, mit denen zunächst einmal die Rückstellungen erfüllt werden sollen. In Zukunft dienen diese Gelder für die Finanzierung von Vertretungsdiensten und Springerkräfte.

 

Das Gemeindehaus St. Nicolai war mit einer knappen Million veranschlagt worden. Jetzt ergibt sich die Situation, dass, trotz großzügigem Puffer, der eingeplant wurde, die reinen Baukosten in allen Gewerken steigen. Da das Handwerk in der Region volle Auftragsbücher hat, flattern den Bauherren, damit der Kirchengemeinde St. Nicolai, höhere Kosten ins Haus. Die Finanzierungslücke beträgt 235.000 €. Mit Bedacht werden die Kosten für die Ausstattung des neuen Gemeindehauses gesenkt. Trotzdem muss der fehlende Betrag gestemmt werden. Da die Baumaßnahmen nicht mehr gestoppt werden können, beantragt die Nicolai-Gemeinde einen Kostenzuschuss des Kirchenkreises von 235.000 €, um den Umbau des Gemeindehauses fertig stellen zu können.