Foto: Ulla Evers

Superintendent schickt Promi-Ente auf die Ise

29. Juli 2026

Beim Gifhorner Entenrennen am 22. August geht die SuperintendENTE an den Start

Die Hasengruppe im Martin-Luther-Kindergarten hat eine Ente gestaltet. Nicht irgendeine Ente. Es ist die SuperintendENTE. Sie geht am 22. August beim Entenrennen an den Start. Als eine von etwa 50 Promi-Enten, die beim ersten Rennen des Tages um die Wette schwimmen – außerhalb der Konkurrenz. 

Anschließend findet dann das Hauptrennen statt. Da werden es bis zu 6.000 Enten sein. Wer noch Enten an den Start schicken möchte, kann hier ein Los kaufen oder gleich mehrere: 

  • Sparkasse am Stadtbahnhof Gifhorn
  • Opa Ernys Garten, 29399 Wahrenholz Weißenberge, Birkenstraße 5
  • Schütte, Gifhorn, Steinweg
  • Mühlenladen, Gifhorn, Steinweg 42
  • die ev. Kirchengemeinden im Kirchenkreis Gifhorn
  • Buchhandlung Dänzer
  • Buchhandlung Nolte
  • Autohaus Kühl
  • Sozialkaufhaus Aller

Weitere Informationen gibt unter www.gifhorner-entenrennen.de

Die Redaktion hat Superintendent Andreas Behr zu seiner Promi-Ente befragt:

Red.: Andreas, Du bist erst seit Dezember Superintendent, kennst Du das Entenrennen überhaupt?

Behr: Ich habe im Sommer 2005 meine erste Pfarrstelle in Gifhorn angetreten. Damals fand das erste Entenrennen statt. Ich durfte da gleich eine Bühne moderieren. Bei den folgenden Rennen war ich immer mit im Planungsteam. Also, ja, ich kenne das Gifhorner Entenrennen.

Red.: Hast Du schon mal was gewonnen?

Behr: Nein, meine Enten sind immer erst mit dem Hauptfeld durchs Ziel geschwommen. Aber das macht nichts. Ich finde, das Einzige, was schlimmer ist als zu verlieren, ist gar nicht erst zu spielen. Außerdem kann man bei diesem Rennen nur gewinnen, weil man ja eine gute Sache unterstützt. 

Red.: Das Entenrennen wird ja von Zeit:stiften organisiert, einer Stiftung des Kirchenkreises für soziale Projekte. Wofür wird der Erlös ausgegeben?

Behr: Zum einen für das Projekt „Gemeinsam statt einsam“, das unser Diakonisches Werk gemeinsam mit dem Familienzentrum in Paulus organisiert. Hier können Menschen zusammenkommen, die einsam sind oder sich so fühlen. 

Außerdem kommt Geld zusammen für das Projekt „Mehr Zeit“. Mitarbeitende der evangelischen Diakoniestationen machen großartige häusliche Pflege. Oft merken sie bei den Hausbesuchen: Hier ist ein Mensch, der gerade mehr braucht als einen Verbandswechsel, eine Medikamentengabe, Unterstützung im Bad oder was sonst so im Pflegeplan steht. Hier ist ein Mensch, mit dem man einfach mal eine viertel Stunde reden müsste. Das zahlt aber die Pflegeversicherung nicht. Zeit:stiften übernimmt für solche „Überstunden“ die Bezahlung. Das unterstütze ich gern. 

Red.: Also hast Du dir Enten-Lose gekauft, um diese Projekte zu unterstützen? 

Behr: Nein, dieses Jahr gehe ich mit der Promi-Ente an den Start. Die kostet mich 250 Euro. Den Betrag spende ich gerne. Das Promi-Rennen läuft außerhalb der Konkurrenz. Ich kann keinen Preis gewinnen, dafür ist die Chance größer, dass meine Ente als erste durchs Ziel schwimmt. Außerdem werden die Promi-Enten noch von einer Jury prämiert. Auch da gibt es nichts zu gewinnen, aber die Hasengruppe, die meine Ente gestaltet hat, wäre bestimmt stolz, wenn sie unter die Top Drei kommt. Und ich würde mich auch freuen.