Immer mehr kommen zum Essen von „Gifhorn miteinander“
Ein kleines Festessen servierten wieder örtliche Prominente Gifhornerinnen und Gifhornern, die in finanzieller oder sozialer Not sind, am Dienstag in der Stadthalle. Diesmal kamen fast 100, was sich in den letzten Jahren immer weiter gesteigert hat und für Sozialarbeiterin Viola Tschentscher auch ein Zeichen für steigende Not ist.
Sie und ihr Team vom Tagestreff „Moin Moin!“ hatten Einladungskarten zum Essen am Tagestreff, der ambulanten Hilfe, dem Obdachlosenwohnheim am Kiebitzweg, an die stationäre Hilfe in Kästorf und an die Tafel verteilt und zudem hat es sich herumgesprochen. Seit 2017 wird nun zum achten Mal unter dem Motto „Gifhorn miteinander“ dieses adventliche Essen aufgetischt.
Gekonnt servierten unter anderen Bürgermeister Matthias Nerlich, der neue Superintendent Andreas Behr und Mitinitiatorin Ute Szameitat vom evangelischen Kirchenkreis, Martin Wrasmann von der katholischen Kirche und natürlich Mitinitiator und Unternehmer Ralf Richter Hochzeitssuppe und später Hähnchenschenkel mit Rotkohl, Kartoffeln und brauner Soße. Auch die beiden Vorstände der Dachstiftung Diakonie Dr. Jens Rannenberg und Hans-Peter Daub und Mitarbeitende der Diakonischen Gesellschaft Wohnen und Beraten (DWB) und der Tafel bugsierten volle Teller an die langen Tische in der Stadthalle. Wieder haben viele örtliche Unternehmen, Märkte und Einrichtungen ihren Beitrag geleistet durch Spenden oder reduzierte Preise. Die Kästorfer Küche lieferte das Essen, das sehr gut ankam. Die Kommune stellte die Stadthalle. „Angels Share JM“ alias Jurek Karczewski und Morris Sharpe spielten und sangen amerikanische Folksongs und Weihnachtslieder. „Alle machen mit, weil es ihnen ein Bedürfnis ist“, sagt Ute Szameitat.
Bürgermeister Matthias Nerlich begrüßte die Gäste und lobte die Sozialarbeiterinnen des Tagestreffes „Moin Moin!“ als „Sonnenschein für viele Menschen“. Hans-Peter Daub erinnerte daran, dass durch Weihnachten alle Menschen Kinder Gottes werden und damit Geschwister. Darum gelte für alle die Verheißung, „dass es mit eurem Leben am Ende wirklich gut wird“. Nach Kaffee und Bienenstich oder Apfelkuchen konnten alle Gäste noch eine gepackte Tasche mit Hygieneartikeln und Chips, Keksen und Äpfeln mitnehmen, von denen auch wieder ein Teil von zwei örtlichen Supermärkten und der Tafel gespendet worden waren.
von Gunar Schulz-Achelis