Leitung

Foto: Ulla Evers

 

Brot für die Welt

Wissen hilft, den Wald zu schützen - Weihnachtsspendenaktion 2019

Um die Kirchenwälder in Äthiopien zu retten, benötigt man die Saatfrüchte direkt vom Baum. Um sie zu pflücken klettert Melkie Getachew bis hoch in die Wipfel der Bäume und sammelt die Früchte in sein Tuch. 

Die Wälder sind von enormer Bedeutung. Sie sind nicht nur letzte Zufluchtsorte für bedrohte Pflanzen- und Tierarten, sondern auch wichtige Wasserspeicher. Und sie können als Ausgangspunkt für die Wiederaufforstung des Landes dienen. 

Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Äthiopien zu 40 Prozent mit Wald bedeckt, heute sind es nicht einmal mehr drei Prozent. Vielerorts wurden Wälder gerodet, um Platz für den Anbau von Lebensmitteln für die stark wachsende Bevölkerung zu schaffen. Nur rings um Kirchen und Klöster der Äthiopisch-Orthodoxen-Kirche blieben kleine bewaldete Inseln stehen. Doch auch die sind bedroht. Aus Armut und Unwissenheit schlagen viele Menschen hier Feuerholz, um es auf dem Markt zu verkaufen. Das Projekt zeigt ihnen Alternativen auf. 

Bis vor ein paar Jahren hat auch Melkie Getachew im Kirchenwald von Taragedam Feuerholz geschlagen, um seine Familie zu ernähren.  Dann nahm er an einem Workshop der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche teil. Sie bildet die Menschen mit Unterstützung von Brot für die Welt zu Saatgutsammlern aus und ermöglicht ihnen damit ein zusätzliches Einkommen. Und sie schult sie in nachhaltigen Anbaumethoden und der Schafzucht. Inzwischen geht es Melkie Getachew, seiner Frau Ageritu und den vier Kindern viel besser. „Früher haben wir oft nur einmal am Tag gegessen“, berichtet Melkie. „Heute können wir unseren Kindern drei Mahlzeiten bieten.“ Und er hat noch einen Wunsch: „Wir wollen dem Wald etwas zurückgeben, uns für ihn einsetzen. Wenn es den Kirchenwald nicht gäbe, hätten wir bald ein Wasserproblem. Es ist Zeit, den Wald zu schützen.“

Weitere Infos zu diesem Projekt finden Sie unter:  

www.brot-fuer-die-welt.de/projekte/aethiopien-kirchenwaelder

Die Zerstörung der Regenwälder, die Ausbreitung von Wüsten, der Anstieg des Meeresspiegels ‒ für viele globale Umwelt- und Klimaprobleme sind die reichen Industrienationen verantwortlich. Darunter zu leiden haben jedoch vor allem die Armen in den Entwicklungsländern. Für sie stellen Umweltzerstörung und Klimawandel häufig eine existenzielle Bedrohung dar.

Die Bewahrung der Schöpfung ist ein zentrales Anliegen von Brot für die Welt:

·   Wir unterstützen Kleinbauernfamilien, Landlose und Indigene in ihrem Kampf gegen die Zerstörung der Umwelt und den Raubbau an der Natur. 

·  Wir fördern Projekte, in denen die Ursachen des Klimawandels bekämpft und seine Folgen gemildert werden. 

·  Wir setzen uns weltweit für eine nachhaltige und zukunftsfähige Lebens- und Wirtschaftsweise ein.

Denn als Christinnen und Christen glauben wir: Gott hat uns aufgetragen, die Erde zu bebauen und zu bewahren

Kostenbeispiele:

Ein Mutterschaf zum Aufbau einer Schafzucht: 45 Euro

500 Setzlinge einheimischer Baumarten zum Aufforsten eines Kirchenwaldes: 100 Euro

160 Meter Schutzzaun, um einen Kirchenwald vor Tieren  und illegaler Abholzung zu schützen: 150 Euro                                                                                     

Foto: Brot für die Welt
Foto: Brot für die Welt

Brot für die Welt 2017: "Eine saubere Lösung"

Am 1. Advent wird in Saarbrücken die 59. Aktion Brot für die Welt eröffnet. Das Motto heißt „Wasser für alle“.
Sauberes Wasser – für uns eine Selbstverständlichkeit, doch fast 700 Millionen Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, jeder dritte lebt ohne sanitäre Einrichtungen. Der Schwerpunkt der 59. Aktion liegt im kommenden Jahr auf der Unterstützung von Projekten weltweit, mit denen armen und benachteiligten Menschen der Zugang zu sauberem Trinkwasser und eine sanitäre Grundversorgung ermöglicht wird. Ebenso Projekte, die in Regionen mit kleinbäuerlichen Strukturen eine gleichmäßige Wasserversorgung für die Landwirtschaft gewährleisten, denn nur so kann die Ernährung sicher gestellt werden.

Im Ev.-luth. Kirchenkreis Gifhorn bitten die Kirchengemeinden in der Advents- und Weihnachtszeit traditionsgemäß in den Gottesdiensten um Spenden für Brot für die Welt. In 2016 kamen im Kirchenkreis über 80.000 € an Kollekten und Spenden zusammen.

Gesammelte Spenden werden zum Beispiel für das Projekt „Eine saubere Lösung“ in Vietnam an Brot für die Welt weitergeleitet. Brot für die Welt unterstützt die Arbeit des Projektpartners Rotes Kreuz Vietnam in Ben Tre (BTRC).
In der Region Ben Tre im Mekong-Delta im Süden Vietnams haben über 90% der Haushalte keinen Zugang zu sauberem Wasser und sind auf das stark verschmutzte Wasser des Flusses angewiesen. Dadurch leiden sie an Krankheiten wie Durchfall oder Krätze, Wurmerkrankungen oder schmerzende Füße vom barfüßigen Waten im Wasser.
Die Mitarbeiter erklären, wie das Wasser mit Chlorpulver gereinigt und dann durch Abkochen trinkbar gemacht wird. Es gibt Unterstützung beim Bau von Sammeltanks für Regenwasser, das nicht gechlort werden muss. In Workshops werden die Menschen über allgemeine Hygienemaßnahmen aufgeklärt. Sie werden geschult in der ordnungsgemäßen Entsorgung von Abfall, Abwasser und Fäkalien, die Ungeziefer anziehen und Krankheiten verursachen. In regelmäßigen Sprechstunden werden die Menschen medizinisch betreut und beraten.


Projektträger: Ben Tre Red Cross (BTRC)
Kostenbeispiele:
Workshop zum Thema Sammeln von Regenwasser für 30-40 Teilnehmer/innen 40 Euro

Bau eines Regenwasser sammeltanks 140 Euro

Vierteljährlicher Gesundheitscheck für ca. 120 Patientinnen und Patienten 178 Euro

Weitere Informationen unter
www.brot-fuer-die-welt.de/projekte/vietnam-trinkwasser

Spendenkonto: Kirchenamt Gifhorn
IBAN: DE66520604100000602060
Verwendungszweck: Brot für die Welt

Brot_fuer_die_Welt
Foto: Albrecht E. Arnold / pixelio.de

Unter dem Motto "Dem Armen Gerechtigkeit geben" unterstützt "Brot für die Welt" Länder des Südens und Osteuropas. Die Organisation ist eine Hilfsaktion der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland. Sie wurde 1959 in Berlin gegründet und finanziert sich überwiegend aus Spenden und Kollekten der Kirchengemeinden.

Die christliche Überzeugung, dass alle Menschen ein Recht auf Würde haben, setzt "Brot für die Welt" in praktisches Handeln um. Die wichtigsten Ziele sind: Ernährungssicherung, Zugang zu Basisdienstleistungen wie Gesundheitsversorgung und Bildung, Überwindung von Gewalt, Förderung von Demokratie und Bekämpfung von HIV/Aids.

Im Kirchenkreis Gifhorn sammeln die Gemeinden in der Advents- und Weihnachtszeit für ein Projekt, das vom Missions und Ökumene-Ausschuss ausgewählt wird.

Informationen zu der Organisation "Brot für die Welt" finden Sie hier:
www.brot-fuer-die-welt.de

Landeskirche Hannovers veröffentlicht Bilanz der Aktion 2016

Brot für die Welt hat im vergangenen Jahr 4.836.732 Euro Spenden und Kollekten aus der Fläche der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers erhalten. Das ist mehr als im Vorjahr (4.646.412 Euro). In der Summe sind alle Kollekten und Spenden aus der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers enthalten.

Bundesweit haben Spenderinnen und Spender die Arbeit von Brot für die Welt im Jahr 2016 mit mehr als 61,7 Millionen Euro unterstützt. Das ist ein deutliches Plus von 4,2 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr (57,5 Mio. Euro).

Im Jahr 2016 wurden im Kirchenkreis Gifhorn 81.284,67 Euro Spenden und Kollekten eingenommen.

 „Wir freuen uns, dass Spenderinnen und Spender Brot für die Welt auch 2016 ihr Vertrauen geschenkt haben und uns in der weltweiten Arbeit gegen Hunger, Armut und Ungerechtigkeit unterstützt haben“, sagt Uwe Becker. Becker ist Beauftragter Brot für die Welt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. „Allen, die dazu beige-tragen haben, danke ich herzlich. Durch das Engagement der vielen Haupt- und Ehrenamtlichen in den Kirchengemeinden ist dieses gute Spenden- und Kollektenergebnis möglich“, ergänzt er.

 

Brot für die Welt arbeitet weltweit mit lokalen Partnerorganisationen zusammen. Im vergangenen Jahr wurden 617 Projekte in 93 Ländern neu bewilligt, davon sind mit 203 Projekten die meisten in Afrika. Im Zentrum stehen langfristige Maßnahmen, die Hunger und Mangelernährung überwinden, Bildung und Gesundheit fördern, Zugang zu sauberem Wasser schaffen, die Achtung der Menschenrechte und Demokratie stärken und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen unterstützen.

 

Brot für die Welt wurde 1959 gegründet. Das weltweit tätige Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen fördert heute in mehr als 90 Ländern Projekte zur Überwindung von Hunger, Armut und Ungerechtigkeit.

Kontakt

Sonnhild Baucke
Tel.: 05371 51455