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Foto: Brigitte Heber

Klimaschutz

Seit 2008 gibt es das Förderprogramm "Die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums". Unter anderem wird die Erstellung eines Klimaschutzteilkonzeptes mit 80% der anfallenden Kosten gefördert. Der Ev.-luth. Kirchenkreis Gifhorn nimmt an dem Förderprogramm teil, weil er seiner Verantwortung in Bezug auf die Schöpfung und einem sorgsamen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen nachkommen will. Die 23. Landessynode hat sich im Aktenstück 98 mit dem Thema Gebäudemanagement befasst und festgestellt, dass es aufgrund der schwindenden Kirchengliederzahlen auch in der Kirche unumgänglich ist, ein effektives Gebäudemanagement zu betreiben.

  • Antragsteller: Ev.-luth. Kirchenkreis Gifhorn
  • Förderzeichen: 03KS0672
  • Gebäudezahl: 75
  • Status: Antrag bewilligt, Umsetzungsphase

Die Zielsetzung des Projektes im Ev.-luth. Kirchenkreis Gifhorn ist die Ausarbeitung eines nachhaltigen, tragfähigen, auf die Zukunft ausgerichteten Energieversorgungskonzeptes für die kirchlichen Gebäude. Grundgedanke für die Erarbeitung dieses Konzeptes ist der verantwortungsvolle Umgang mit den Ressourcen unserer Erde unter Einbeziehung von wirtschaftlichen Gesichtspunkten.
Im Rahmen der Klimaschutzinitiative wurde dem Ev.-luth. Kirchenkreis Gifhorn die Förderung der Untersuchung von 75 kirchlichen Gebäuden bewilligt. Die Diakonische Servicegesellschaft Kästorf GmbH, Hauptstr. 51 in 38518 Gifhorn ist mit der Durchführung des Projektes beauftragt.

Für die Erarbeitung des Wärmeversorgungskonzeptes ist eine sorgfältige Bestandsaufnahme aller vorhandenen Gebäude mit Ermittlung des gegenwärtigen Wärmebedarfs und der Heizlast erforderlich. Unter Kenntnis der ermittelten Größen soll zunächst die Verbesserung des baulichen Wärmschutzes geplant werden, um anschließend auf Basis des reduzierten Wärmebedarfs das Potential regenerativer Wärmeversorgung abzuschätzen und zu konkretisieren.

Seit den 90-er Jahren sind für den so genannten „Passivhausstandard“ Baukomponenten entwickelt worden, die eine wärmetechnische Verbesserung von Gebäuden auf einem entscheidend niedrigerem Wärmebedarfsniveau ermöglichen. Diese Baukomponenten lassen sich grundsätzlich auch bei der Sanierung von allen Gebäuden einsetzen und ermöglichen, den Wärmebedarf deutlich unter das bisher angewandte Niveau zu senken.
Das so erreichbare Wärmebedarfsniveau optimiert den wirtschaftlichen Einsatz regenerativer Wärmeversorgung bzw. ermöglicht ihn erst.

Auf der Grundlage dieses Konzeptes sollen individuelle Lösungen für jedes Gebäude erarbeitet werden.

Von großer Bedeutung für den realen Energieverbrauch ist, neben den Bau- und Anlagentechnischen Gegebenheiten, ein verantwortungsbewusstes Nutzerverhalten. Im Rahmen des Gutachtens sollen daher auch Hinweise für verantwortungsvolles Handeln erarbeitet werden.