Leitung

Foto: Ulla Evers

 

Umwelt- und Naturschutz

Andacht zum Weltklimatag am 25. September 2020

Pastorin Julia Kettler hat eine Andacht zum Weltklimatag geschrieben. Kirche mischt sich ein, weil es um die Bewahrung der Schöpfung geht. Sie finden die Andacht hier.

Ideen zum Umweltschutz in Kirchengemeinden

Wie startet eine Kirchengemeinde in Maßnahmen für den Umweltschutz? Was ist zu beachten? Was ist, auch in kleinen Schritten, möglich? Eine Broschüre zeigt KVs wirksame Ideen und Hinweise für ökologische Maßnahmen auf.

Was tut Kirche für den Klimaschutz?

Was tut Kirche für den Klimaschutz?
Das ist eine Frage, die in letzter Zeit immer öfter gestellt wird – berechtigt: Gerade die Kirche, die von Bewahrung der Schöpfung spricht, sollte auch Taten folgen lassen.
Aus dem biblischen Verständnis, dass Gott die Welt geschaffen und dem Menschen zur Bebauung und Bewahrung  überlassen hat, ergibt sich eine besondere Verantwortung.

Diese Verantwortung ist im Aktenstück 170 A der 23. Landessynode der hannoverschen Landeskirche von 2007 klar und aktuell benannt. Doch im Handeln der kirchlichen Strukturen sind die erforderlichen Veränderungen leider nicht so sehr durchgedrungen, wie sie sollten.
Es gab andere Prioritäten, Klima- und Umweltschutz sind oft nachrangig. Die Antwort auf die Frage: was tut Kirche für Klimaschutz? Lautet: leider immer noch zu wenig!
Doch Kirche – das sind nicht nur Ämter und Strukturen, sondern das sind auch die Menschen, die sich einbringen, in ihren Ortsgemeinden und darüber hinaus.
Ob bei einer Klimafastenaktion oder in Gemeindegruppen, oder in den kirchlichen Gremien: Je mehr Menschen Klimaschutz einfordern und auch selbst in ihren Gemeinden angehen, desto klimafreundlicher wird die Kirche und desto schneller wird es auch Veränderungen in den höheren Ebenen geben.

Vieles ist aber auch schon da: – seien es  verwilderte Pfarrgärten und Streuobstwiesen für Biodiversität, sei es eine  Fotovoltaikanlage auf dem Kirchendach und der Bezug von Ökostrom, sei es die Winterkirche im Gemeindehaus, um Energie zu sparen.
Auch die Fridays-for-future Demonstrationen wurden im vergangenen Jahr durch die Kirche unterstützt, und seit Herbst 2019 gibt es eine Kirchenkreis-Arbeitsgruppe zum Thema Klimaschutz, die Anregungen für Kirchengemeinden kommunizieren und Ziele für den Kirchenkreis Gifhorn  erarbeiten wird.

Wer sich dieser Gruppe anschließen möchte, kann sich bei Pastorin Julia Kettler, Umweltbeauftragte des Kirchenkreises melden (julia.kettler@evlka.de, 05304/7047)

 

Termin AG Natur- und Umweltschutz

Eine herzliche Einladung an alle Interessierten, die den Natur- und Umweltschutz auch von kirchlicher Seite stärken möchten!

Das Protokoll vom letzten Treffen finden Sie hier!

Eine Liste mit Filmen zum Thema finden Sie hier!

Naturschutz
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Kirchliches Umweltengagement findet seine Begründung in der biblischen Verheißung, dass die Mitwelt nicht nur der Befriedigung menschlicher Bedürfnisse dient und Umwelt des Menschen ist, sondern als Schöpfung selbst einen Sinn, einen Wert und ein Ziel hat. 

Wert und Ziel der Schöpfung zu verkündigen, zu respektieren, offensiv in die gesellschaftliche Diskussion einzusprechen und auch als verpflichtende Maßgabe in die gemeindlichen Organisations- und Handlungsentwürfe wirksam zu integrieren, ist der Auftrag für die kirchliche Umweltarbeit. 

Die Beauftragte für Umweltschutz und Klima sucht interessierte Personen, die sich in einer Arbeitsgruppe damit auseinandersetzen, was Klimaschutz für den Kirchenkreis Gifhorn bedeutet. "Kirche fürs Klima - Arbeitsgruppe Klimaschutz", so der Titel des Engagements. Mit ihr sind drei weitere Personen darin tätig. Alle Interessierten zum Thema Umweltschutz sind eingeladen, gemeinsam darüber nachzudenken: was kann Kirche für den Klimaschutz tun? Es geht um konkrete Ideen und Aktionen, wie Klima- und Umweltschutz in den Gemeinden und im Kirchenkreis gelebt werden kann. Wer Interesse hat, dabei mitzumachen, kann sich bei Pastorin Kettler melden!

Kontakt

Foto: privat
Julia Kettler
Hauptstr. 29
38527 Meine
Tel.: 05304-7047

Gedanken zum Klimafasten von Pn. Julia Kettler

Jetzt zur Kasse gehen – der Mauszeiger schwebte über diesem Feld, ich musste nur noch mit einem Click bestätigen und die Ware war auf dem Weg zu mir. Ich hatte eigentlich nur einen Pullover kaufen wollen, der mir gut gefiel. Als ich ihn in dem Onlineshop besonders günstig gefunden hatte, habe ich noch ein paar Shirts in den Warenkorb getan – die waren gerade im Angebot und so konnte ich gleich Versandkosten sparen.
Doch plötzlich kam ich ins Grübeln: Was mache ich hier eigentlich? Ist das konsequent? Ich weiß doch, dass man wenn, dann nur ökologisch und fair produzierte oder Second Hand Kleidung einkaufen sollte – doch bei diesem Einkauf habe ich das gar nicht beachtet, und beim letzten und vorletzten auch nicht.
Ich weiß, was richtig ist, und tue es nicht. Schluss mit der Inkonsequenz! Ich habe den Kauf abgebrochen – und ich habe mich richtig gut dabei gefühlt: befreit vom Habenwollen und weiteren Klamotten, die ohnehin fast nur im Schrank gelegen hätten. Ich war konsequent, ich habe das Richtige gemacht. 

Ein bißchen konsequenter leben – das verbinde ich mit der Fastenaktion: Soviel du brauchst, die seit dem letzten Jahr auch in unserer Landeskirche angeboten wird.  
Fastenzeit heißt: Die sieben Wochen bis Ostern sollen genutzt werden, um den eigenen Lebensstil und so manche Abhängigkeit zu überdenken und -zumindest auf Zeit – etwas neues auszuprobieren. In dieser Fastenaktion aber geht es nicht nur um mich persönlich, sondern um die Auswirkungen, die unser westeuropäischer und damit auch mein Lebensstil auf die Umwelt, das Klima und die gesamte Menschheit hat.
Wie klimafreundlich lebe ich? Und was könnte ich an meinem Lebensstil verändern, um weniger CO2 zu verbrauchen? Wie viel brauche ich wirklich? Begleitend zu dieser Fastenaktion gibt es eine kleine Broschüre, die jede Woche einen anderen Lebensaspekt unter die Lupe nimmt.
Wird in der ersten Woche z.B. mit einem CO2 Check erst einmal eine Bestandsaufnahme gemacht, geht es in den folgenden Wochen um Energie, Plastik oder den Umgang mit Essen.
Dazu gibt es verschiedene Anregungen, die auch weiter vertieft werden können – entweder beim Durchforsten der Hompage www.klimafasten.de oder beim Besuch einer der Fastenaktionen im Kirchenkreis. In mehreren Gemeinden wird es zu dazu verschiedene Veranstaltungen und Andachten geben – auch in Kooperation mit anderen Organisationen und Trägern. 

Klimafasten - Tipps

In den Gemeinden des Kirchenkreises Gifhorn werden wöchentlich Klimatipps ausgehängt. Sie finden diese in den Schaukästen und hier!