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Foto: Gerhard Giebener / pixelio.de

 

Kirchenkreissynode

Der Begriff Synode stammt aus der griechischen Sprache und bedeutet Versammlung oder auch Treffen. Die Synode ist eines der drei Leitungsorgane der Evangelische Kirche, es gibt sie auf den verschiedenen strukturellen Ebenen, daher heißt sie hier Kirchenkreissynode. Gewählte Laien und Geistliche beraten und beschließen als Vertreter ihrer Gemeinden parlamentarisch richtungsweisende Entscheidungen im Kirchenkreis.

Kirchenkreissynode bespricht Handlungsfelder

Am 14. Juli fand die Kirchenkreissynode statt. Etwa 70 Teilnehmende trafen sich über Zoom, um sich zu informieren, auszutauschen, aber auch um zu diskutieren und abzustimmen.

Hans-Günther Waupke, eröffnete als Vorsitzender die Versammlung, es folgte eine kleine Andacht von Pastor Dirk Schliephake, die den Tenor der Versammlung aufgriff: Lange lag der Fokus in der Gesellschaft auf Leistung und Geld, dabei fiel die ethische Dimension oft hinten runter. Themen wie Nachhaltigkeit und Menschenwürde müssen unbedingt mitgedacht werden, es ist Zeit, Neues zu denken und zu wagen. So ging es auch am Mittwochabend um Zukunftspläne.

Mit dem Thema Nachhaltigkeit soll sich ganz konkret die AG Klimaschutz und Kirche beschäftigen, für die engagierte Personen gesucht werden, die mitarbeiten und mitdenken möchten. Auch im Gebäudemanagement geht es um Energiemanagement und Umweltschutz, von Blühwiesen bis hin zur Erneuerung fossiler Heizungen als Verfügung auf Landesebene. Geklärt wurde ebenfalls die Finanzierung für den Neubau des Pfarrhauses in Groß Schwülper.

Eine weitere Anregung zum Thema Nachhaltigkeit ist, die Unterlagen für Gremiensitzungen – und so auch für die Synode – digital bereitzustellen. Ein Postversand ist weiterhin bei Bedarf auf Anfrage möglich. Das Kirchenamt prüft nun, welche konkreten Tools und Abläufe hier eingesetzt werden können.

In Kleingruppen (in sogenannten breakout-rooms) wurden acht Konzepte zu Handlungsfeldern im Planungszeitraum 2023 bis 2028 besprochen. Konkret handelt es sich um die Bereiche Kirchenmusik und kirchliche Kulturarbeit, Bildungsarbeit, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Diakonie sowie Kirche im Dialog. Außerdem liegen neben dem Bereich Gebäudemanagement und Klimaschutz Konzepte zu Leitung und Verwaltung vor. Auf der Synode konnten die verschiedenen Ausschüsse und Vorbereitungsgruppen nochmal neuen Input mitnehmen. So wurden Pläne für die Zukunft der Kirche erstellt, wobei ein grundlegendes Handlungsfeld (Gottesdienst – Verkündigung - Seelsorge) noch erarbeitet werden muss. Die einzelnen Protokolle der Gruppen gehen in die KKV Klausur, die vom 08. bis 10. Oktober stattfindet. Schlussendlich sind die vorgestellten Konzepte Grundlage für die Finanz- und Stellenplanung und werden nächstes Jahr beschlossen.

Ein weiterer Punkt war der Jahresüberschuss aus 2019, welcher auf vier Bereiche aufgeteilt ist: Ein Teil ist für Bauvorhaben, ein Teil für die Jugendwerkstatt. Über weitere 182.000€ wurde abgestimmt und mehrere Ausschüsse haben übereinstimmend votiert, dass 50% der Summe den Kirchengemeinden zur freien Verfügung steht, aus der anderen Hälfte ein Musikfonds für die Gemeinden geschaffen wird. Hier gab es Überlegungen und Rückfragen in der Synode, ob es nicht sinnvoller ist, die gesamte Summe den Gemeinden zur Verfügung zu stellen. Doch bezogen auf den musikalischen Bereich wäre die Summe viel zu niedrig für etwa eine Chorleiterstelle in jeder Gemeinde, daher soll das Geld gebündelt werden, damit es etwas bewirken kann. Es ist jetzt möglich, einen Antrag an diesen Fonds für Projekte zu stellen, wobei auch Personalkosten förderbar sind. Gedacht ist stets eine Mischfinanzierung aus dem Musikfonds und Spenden.

SAVE THE DATE: Die nächste Kirchenkreissynode findet am Mittwoch, 08.12.2021 statt. Ob analog oder digital, ist von der Corona-Situation abhängig.

Zum ersten Mal fand die Synode des Kirchenkreises Gifhorn Online statt. Via Zoom waren die Mitglieder zugeschaltet und konnten den Berichten folgen, Fragen stellen und diskutieren. Die Verantwortlichen sind positiv überrascht, wie gut die Konferenz auf diesem Weg durchgeführt werden konnte. Danke allen Mitgliedern und Beteiligten, die sich auf diese mediale Konferenz eingelassen haben!

Schwerpunktthemen waren die Planung der Stiftung ZeitSTIFTEN für ein digitales Schülerpaket, der Sachstand zur Entwicklung des Regionenmanagers, der Ephoralbericht der Superintendentin und der Beschluss des Pfarrhaus Neubaus in Groß Schwülper.

In der Herbstversammlung des Kirchenkreistags ging es finanziell um den Rückblick auf den Kirchenkreis, inhaltlich immer wieder um seine Zukunft. Zunächst wurde der Jahresabschluss 2018 des Kirchenkreises und die Gewinnverwendung vorgestellt. Der Gewinn des Kirchenkreises Gifhorn beträgt im Jahr 2018 90.000 €. Dieser Betrag füllt ein Minus der Jugendwerkstatt Gifhorn von 5800 €. Der verbleibende Rest wird an die Kirchengemeinden verteilt. Das bedeutet, die Gemeinden bekommen pro Gemeindeglied 1,46 €.

206.000 € Sonderzuweisung von der Landeskirche Hannovers an den Kirchenkreis Gifhorn werden als Sonderrücklage (Strukturentwicklungsfonds) zurückgelegt. Diese Rücklage soll zukunftsträchtige Strukturentwicklungen im Kirchenkreis fördern. 

Ein weiterer Punkt ist die Versorgung der Gemeindehäuser mit WLAN. Der Kirchenkreis stellt 80.000 € zur Verfügung, damit die Kirchengemeinden ihre Gemeindehäuser mit WLAN ausbauen können. Dabei wird die Einrichtung des WLAN finanziert mit einem 80% Zuschuss vonseiten des Kirchenkreises und 20% Eigenanteil der Gemeinden. 

Der Bericht der Superintendentin Sylvia Pfannschmidt begann mit der Information, dass der Kirchenkreistag ab dem 1.1.2020 „Kirchenkreissynode“ heißt. Sie berichtete über die Arbeit des Kirchenkreisvorstands unter der Überschrift: Bestandsaufnahme und Neuaufbruch. Der KKV hat sich in seiner Klausur mit der Frage beschäftigt, wie mit dem Abwärtstrend der Mitgliedschaft in der Kirche umzugehen ist. Welche Impulse kann der KKV setzen? Er möchte tragfähige Strukturen aufbauen und den Kirchenkreis sichtbarer machen. Den Aufbau tragfähiger Strukturen sieht er in der Initialisierung von Gemeindemanagern, die auf Regionenebene haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern der Kirchengemeinden unterstützen. Es soll eine Stelle sein, die eine Schnittstelle zwischen Gemeinde und Kirchenamt ist.

Geplant ist eine Projektstelle im Kirchenkreis Gifhorn. Dafür werden zwei Regionen gesucht (Stadt – Land). Ziel ist, attraktive Arbeitsbedingungen zu schaffen – für das Haupt- und Ehrenamt. 

Die Sichtbarkeit der Kirche zu erhöhen ist verbunden mit einer professionellen Ausweitung der Öffentlichkeitsarbeit. Der KK sollte sich gesellschaftspolitisch einmischen. Der Kirchenkreis steht für die Würde des Menschen und sollte sich gegen die rechten und völkischen Tendenzen in unserer Gesellschaft stellen. Den vollständigen Bericht finden Sie hier!

Hartmut Schmidt stellt ZEIT:STIFTEN vor. Er wirbt bei den KG, Beträge aus den Diakoniekassen zu spenden. Entweder einen bestimmten jährlichen Betrag oder einen prozentualen Anteil. Volker Wagner, Geschäftsführer der Diakoniestationen Harz-Heide, stellte die Arbeit der Diakoniestationen vor und warb, im Anschluss an ZEIT:STIFTEN für das Projekt "Mehr Zeit". Damit wird gebeten, dass die Gemeinden Besuche der ambulanten Pflege unterstützen, damit alten Menschen Zeit für Gespräche ermöglicht werden können.

Der stellvertretende Leiter des Kirchenamtes in Gifhorn, Carsten Smolla, wird zum 20. Dezember aus seinem Amt ausscheiden und die Leitung des Kirchenamtes in Uelzen übernehmen. Er wurde von Superintendentin Sylvia Pfannschmidt und den Mitgliedern des KKT verabschiedet.

 

Der Kirchenkreissynodenvorstand (KKSV)

Der Kirchenkreistag hat seinen Vorstand gewählt: Zum Vorsitzenden wurde Pastor Dr. Hans-Jürgen Waubke gewählt, zu seinem Stellvertreter Mark Folgmann, als Beisitzerinnen Pastorin Julia Kettler und Anke Brandes.

v.l.n.r.: Ingrid Wendt, Mark Folgmann, Pastorin Julia Kettler (nicht mehr im KK aktiv), Pastor Dr. Hans-Günther Waubke, Anke Brandes.

Ausschüsse

Die Kirchenkreissynode hat folgende Ausschüsse:

  • Finanzen
  • Jugend
  • Mission und Ökumene
  • Musik
  • Schule
  • Stellenplanung
  • Umwelt
  • Struktur und Bauleitplanung.

Vorsitzender der Kirchenkreissynode

Hans-Günther_Waubke
Hans-Günther Waubke
Tel.: 05371 62244